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Der Weg von der Idee zum Produkt · Phase 01 · 2–3 Wochen

Aus einer Idee ein Produkt machen

und dann noch dafür zu sorgen, dass es sich verkauft und man ein Geschäft daraus entwickelt, von dem man leben kann, wirft sicherlich einige Fragen auf. Dami…

Veröffentlicht 01. Juli 2024 · Zuletzt aktualisiert 20. September 2024 · Tobi Deckert

und dann noch dafür zu sorgen, dass es sich verkauft und man ein Geschäft daraus entwickelt, von dem man leben kann, wirft sicherlich einige Fragen auf. Damit du weißt, wie es überhaupt losgehen kann, was alles auf dich zukommt und welche Stolpersteine es gibt, habe ich dir hier einige Inhalte und Abläufe zusammengestellt.

In der sehr frühen Planungsphase machen wir uns Gedanken über das Geschäftsmodell in Verbindung mit der Produktidee. Ein Produkt zu entwickeln, das am Ende keiner braucht, zu teuer ist oder allgemein niemand haben will, kostet Zeit, Geld & Energie. Spare deshalb wertvolle Ressourcen, indem du vorab gut planst und durchdenkst. In den folgenden Kategorien solltest du dir entscheidende Fragen stellen:

Idee & Produktrecherche

Vermutlich sitzt du nun vor dem Computer und willst loslegen mit der Produktidee, die dir während eines Spaziergangs, unter der Dusche oder beim Betrachten eines bestehenden Produktes gekommen ist. Sicherlich hast du den spontanen Produkteinfall auch direkt in einem Notizbuch oder einer Notizapp festgehalten.

Zu Beginn solltest du dir Gedanken machen, ob du dich in einem hart umkämpften „Red Ocean“ oder einem noch recht jungfräulichen „Blue Ocean“ befindest. Das nimmt bereits einige Entscheidungen zum Aufwand ab.

Ist deine Idee eher eine ergänzende Erweiterung/Verbesserung oder krempelt sie disruptiv den Markt komplett um?

Der entscheidendste Rechercheschritt besteht darin, herauszufinden, ob es überhaupt eine Nachfrage für deine Idee gibt. Nach den Anwendungsfällen konkret zu googeln entlarvt auch meist die ersten Konkurrenten, die ebenfalls in einer Liste zusammengetragen werden sollten. Im besten Fall mit ihren jeweiligen Vor- und Nachteilen. Das wird später für die richtige Marktpositionierung relevant.

Erst dann ist es sinnvoll, sich in das Patent und Markenregister tiefer einzugraben, wie der “technische” Stand möglicher Schutzrechte ist.

Technische Machbarkeit

Die Produktidee aus dem Kopf zu Papier zu bringen, ist der nächste Schritt. Hier zeigt sich, wie weit sie bereits mit den Überlegungen im Detail sind.

Hier ist es gut, überhaupt zu beginnen. Niemand erwartet von dir in der ersten Skizze ein perfektes Produktdesign. Es hilft jedoch, die Gedanken zu ordnen, vor allem schafft der „Download“ aus dem Gehirn wieder mehr Platz für Alternativlösungen.

Grundmodule des Produktes lassen sich oftmals in einer frühen Phase auch schon sehr einfach in einer Grundform ins CAD („Computer-aided Design“) bringen. Das Ineinandergreifen der Komponenten kann somit schnell auch anderen zur Diskussion verständlich gemacht werden. Allgemein ist es wichtig, über deine Idee zu sprechen, wenn sie denn vorab verstanden wird.

Wirtschaftlichkeitsanalyse

Hier zählt zu Beginn eine ganz grobe Gegenüberstellung der Annahmen in Zahlenform. D.h. konkret zu Papier gebracht:

  • Was kostet mich die Herstellung 1 Stücks
  • Wie stark kann ich die Herstellkosten senken, wenn ich die Stückzahl steigere?
  • Was könnten Kunden bereit sein, dafür zu bezahlen?
  • Wie viel Aufwand muss ich betreiben, um den Kunden zu akquirieren?
  • Wie viel Stück kann ich pro Monat/Jahr absetzen? Oft ergibt sich in einer frühen Phase bereits, ob das Projekt profitabel werden kann oder doch bereits in eine ganz andere, sicherere Richtung gedacht werden muss.

Zielgruppenanalyse

Hier solltest du dir bereits erste Gedanken über die Branche, den Markt und das passende Kaufpublikum machen, das sich für deine Idee interessiert.

Einen “Avatar” oder auch “Persona” genannt hilft, um aus der Sicht dieses eines Kunden, der repräsentativ für die breite Masse mit den gleichen Interessenten steht, weiter zu denken und die richtigen Schlüsse zu ziehen.

Veredelung der Idee

Hier geht es um eine große Reflektion und das Zusammentragen aller bisherigen Rechercheergebnisse und Erkenntnisse. Ein sogenanntes “Business Model Canvas” gibt auf einer Din A4 Seite bereits Antwort auf alle oben gestellten Fragen und erleichtert die schwierige Entscheidung nun endlich gas zu geben und weitere Zeit & Energie zu investieren.

Marken-, Design- und Patentschutz

Bereits jetzt ist es wichtig, neben den kreativen & denkerischen Tätigkeiten auch die administrativen Notwendigkeiten nicht außer Acht zu lassen.

Mit jedem relevanten Geschäfts- oder Kooperationspartner sollte zumindest eine Geheimhaltungsvereinbarung (“NDA” – Non Disclosure Agreement) geschlossen werden.

Auch über mögliche Schutzrechte solltest du dir bereits jetzt Gedanken machen, denn: Ist die Idee/Skizze/Prototyp einmal der Öffentlichkeit vorgestellt, gilt sie als „Stand der Technik“ und ist damit nicht mehr patentierfähig.

Wie du neben den herkömmlichen Schutzrechten (Patent & Gebrauchsmuster) auch moderne Wege wie die Blockchaintechnologie nutzt, erkläre ich dir gern im Gespräch.

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